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Auto-Biografie

II  Auto-Biografie -
---die Kleinkindphase

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"Auto" soll das erste Wort gewesen sein, das ich artikuliert habe. Haben mich etwa schon als Kleinkind Gebrauchsartikel mehr interessiert als Mitmenschen? Keine Ahnung! Aber ein's weiß ich genau: Ich war introvertiert, skeptisch, ängstlich, empfindlich. Meine Umgebung habe ich genau beobachtet, ich war ein optischer Lerntyp - und ein motorischer, doch dazu später. Als Kleinkind fehlt einem das Ich-Bewusstsein, doch auch das Selbstbewusstsein war bei mir nicht im Übermaß vorhanden. Positive Verstärkungen von meinen Mitmenschen: Fehlanzeige. Sie haben nur zynisch gelacht, wenn ich bei meinen ersten Gehversuchen hingefallen bin. Ausgelacht wurde ich auch gerne am 6. Dezember, wenn ein großer, fremder Mann mit rotem Mantel und langem, weißem Bart, der sich später als mein Pseudo-Onkel entpuppte, mit seiner Rute gedroht hat, mich in seinen Sack zu stecken, wenn ich nicht artig bin. Als mich meine Mutter in den Kindergarten stecken wollte, bin ich nach kurzer Zeit davon und nach Hause gerannt.
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Ich weiß nicht mehr warum, aber ich konnte mich wohl besser mit mir selbst beschäftigen. Ich habe gerne gemalt und selbstvergessen mit dem Lego- oder Märklin-Baukasten gespielt, anstatt mich mit Gleichaltrigen herumzuärgern. Sonntags war - nach der Pflichtaufgabe “Kirchgang” - nach dem Mittagessen regelmäßig ein Waldspaziergang angesagt. Das hat Spaß gemacht, denn es gab Kaffee und Kuchen und einen Spielplatz mit angenehmen Zeitgenossen. Gerne hätte ich auch häufiger meine Pseudo-Tante Käthe - ein paar Häuser weiter - besucht, wo es immer irgendwelche Leckereien gab. Wenn bloß dieser widerliche kleine, schwarze Kläffköter nicht gewesen wäre! So stand ich wie versteinert am Hoftor und habe gebibbert, bis Frauchen die Lage bereinigt hatte.
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Ansonsten könnte ich heute vor Gericht wie ein korrupter Politiker behaupten: “Ich kann mich an nichts mehr erinnern.” Meine Mutter hat mir erzählt, ich hätte schon mit vier Jahren mit der “Rheinpfalz”, unserer abonnierten Tageszeitung, am Küchentisch gesessen und so getan, als könnte ich sie lesen. Da hat sich schon sehr früh mein schauspielerisches Talent herauskristallisiert. Ich soll ja angeblich zu Weihnachten an einer Krippenszene in der Kirche mitgewirkt haben. Doch kann ich mich daran ..... Angeblich soll ich mit vier Jahren auch schon beim Besuch unserer Verwandtschaft im mittelfränkischen Unterickelsheim dabei gewesen sein. Dazu muss ich allerdings sagen: “Erinnern kann ich ... ...” Dagegen bilde ich mir ein, mich noch ganz vage an zwei unangenehme Rituale erinnern zu können. Jeden Abend hat mir meine Mutter gegen meinen Willen mit fürchterlich schmierger Seife die Hände gewaschen. Widerlich! Diese Abneidung ist bis heute erhalten geblieben. Auf meinem Waschbecken steht Creme-Seife, die ich als nicht ganz so unangenehm empfinde. Allerdings bevorzuge ich Duschen mit Duschgel. Ganz fürcherlich wurde es, wenn mich meine Mutter belogen hat, was mir damals nicht bewusst war. Wenn sie abends mit dem Mann, der sich später als mein Vater herausstellte, ausging, hat sie mir, wahrscheinlich darauf vertrauend, dass ich kein Zeitgefühl habe, versprochen, spätestens in einer Stunde wieder zurückzusein. Doch diese Abende dauerten eine ganze Ewigkeit.
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